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Forschung


Zusammen mit unterschiedlichen universitären Einrichtungen und Firmen ist e~nema an folgenden Forschungsprojekten beteiligt:

Reduktion von Schäden im Raps mit biologischen Antagonisten

Durch die enorme Ausweitung des Rapsanbaus in den letzten 20 Jahren und die daraus resultierende engere Fruchtfolge kommt es durch das verstärkte Auftreten pilzlicher Krankheitserreger zu erheblichen Ertragseinbußen. Zu den häufigsten Krankheiten im Raps zählen die Wurzelhals- und Stängelfäule (Phoma lingam), die Weißstängeligkeit (Sclerotinia sclerotiorum), die Verticillium-Welke (Verticillium longisporum) und die Kohlhernie (Plasmodiophora brassicae). Die beiden letztgenannten, durch Bodenpilze verursachten Erkrankungen, können nicht mit chemischen Mitteln bekämpft werden.

Ein diesbezügliches Forschungsprojekt am Institut für Phytopathologie der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel beschäftigte sich mit der Suche nach bakteriellen Antagonisten zur Saatgutbehandlung. Hierbei wurde das natürlich im Boden vorkommende Rhizobakterium Serratia plymuthica HRO-C48 identifiziert, welches von der Firma e-nema GmbH zur Verfügung gestellt wurde.

Um die Wirkung von Serratia plymuthica in Feldversuchen gegen die o.g. vier Krankheiten zu prüfen und um wirtschaftliche Applikationsmethoden zu entwickeln, beschäftigte die e-nema GmbH für dieses Aufgabenfeld seit Juli 2008 einen wissenschaftlichen Mitarbeiter als Innovationsassistenten. Die guten ersten Ergebnisse in der Bekämpfung von Phoma lingam sowie die durchaus interessanten Ansätze zur Reduktion des Befalls mit Sclerotinia sclerotiorum und Verticillium longisporum veranlassten das Institut für Phytopathologie der CAU im Sommer 2009, dem Mitarbeiter der e-nema GmbH eine Promotion über dieses Projekt vorzuschlagen. Damit endete die Tätigkeit als Innovationsassistent; die Grundlage für eine erfolgreiche wissenschaftliche Weiterarbeit wie auch für eine spätere wirtschaftliche Nutzung durch die e-nema GmbH wurden aber in diesem einen Jahr gelegt.

Zukunftsprogramm Wirtschaft

Die Firma e-nema GmbH wurde dabei im Rahmen des Zukunftsprogramms Wirtschaft (ZPW) des Landes Schleswig Holstein mit Mitteln aus dem EFRE der Europäischen Union gefördert. In das ZPW fließen im Zeitraum 2007 – 2013 rund 752 Millionen Euro für die wirtschafts- und regionalpolitische Förderung in Schleswig-Holstein, davon rund 374 Mio. Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), rund 173 Mio. Euro aus der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" sowie rund 175 Mio. Euro aus ergänzenden Landesmitteln.

NFS – Projekt: Nematoden für Fische und Shrimps

Die Überfischung der Meere wird immer dramatischer – deswegen wird die Aufzucht vom Meerestieren in technischen Anlagen (=Aquakultur) in Zukunft immer bedeutender. Für die Aquakultur werden Jungtiere benötigt, die hohe Ansprüche ans Futter haben: die meisten ernähren sich von lebender Beute. Nematoden eignen sich gut als Futterorganismen, die Massenvermehrung ist aber bislang noch zu teuer.

Die Universität Kiel (Institut für Phytopathologie) führt zur Zeit in den Räumen der e~nema eine Machbarkeitsstudie zu diesem Thema durch. Es soll untersucht werden, welche Nematodenarten besonders gut als Jungtierfutter für die Aquakultur geeignet sind. Außerdem wird geprüft, ob eine Massenvermehrung in den Anlagen der e~nema möglich sein wird. Die Mitwirkung der Biologischen Anstalt auf Helgoland wird es demnächst erlauben, die gezüchteten Nematoden bei der Fütterung von Garnelen zu testen.

Die Studie konnte dank der Förderung durch die Innovationsstiftung Schleswig-Holstein realisiert werden, wobei die e~nema einen Anteil an den Kosten trägt.

Institut für Phytopathologie, Universität Kiel

Durch die sehr enge Kooperation mit dem Institut für Phytopathologie der Universität Kiel hat e-nema die Möglichkeit, auf zusätzliche technische und analytische Ausstattung und Geräte zurüchzugreifen. Außerdem können durch die Vergabe von Diplom- und Doktorarbeiten, die im Hause e~nema durchgeführt werden, bestehende Prozesse weiter optimiert bzw. neue biologische Pflanzenschutzmittel entwickelt und produziert werden. Dadurch kann e~nema neue Forschungsergebnisse unmittelbar in angewandte Biotechnologie umsetzten.

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Bacillus thuringiensis - Projekt

In diesem von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten Projekt entwickelt e~nema zusammen mit zwei in Süddeutschland ansässigen Firmen ein biologisches Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung von Schnakenlarven. Da der Einsatz des entsprechenden chemischen Bekämpfungsmittels vom Gesetzgeber verboten wurde, existiert ein großes Interesse an einem biologischen Bekämpfungsverfahren. Die Schnakenlarven leben im Boden von Rasenflächen und dienen als Nahrung für Vögel. Das Scharren der Vögel bei der Futtersuche im Rasen richtet erheblichen Schaden an, vor allem auf großen Rasenflächen wie z.B. Golfplätzen. Das Bakterium Bacillus thuringiensis, das bereits in vielen anderen Bereichen als biologisches Pflanzenschutzmittel eingesetzt wird, wird derzeit auf seinen möglichen Einsatz gegen diese Larven geprüft.

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Schaben - Projekt

Die Arbeitsgemeinschaft für Industrielle Forschung fördert in diesem Projekt die Entwicklung einer Einsatzmöglichkeit von Nematoden bei der Bekämpfung von Schaben und Kellerasseln. Die Umsetzung erfolgt durch eine enge Kooperation zwischen dem Botanischen Garten Berlin und e~nema. Die Schwierigkeit der Bekämpfung von Schaben und Kellerasseln mit Hilfe von Nematoden liegt darin begründet, dass eine sehr hohe Anzahl von Nematoden erforderlich ist, um die erwähnten Schädlinge zu infizieren und damit zu dezimieren. In diesem Projekt wird deshalb versucht, eine Art von Köderstation zu entwickeln, die die Schädlinge aktiv aufsuchen, in der sie sich mit den Nematoden infizieren und die sie anschließend wieder verlassen. Durch eine hohe Nematoden-Dichte innerhalb der Köderstation wäre eine Infektion der Schädlinge gewährleistet. Da die infizierten Schädlinge die Station wieder verlassen, füllt sich diese nicht an und kann somit längere ZEit betrieben werden.

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Verticillium - Projekt

Das Institut für Mikrobiologie der Universität Rostock entwickelt in enger Zusammenarbeit mit e~nema Einsatzmöglichkeiten von bodenlebenden Bakterien bei der Bekämpfung von Pilzerkrankungen in Pflanzen. Dabei handelt es sich um Pilzerkrankungen, die nur sehr schwer oder gar nicht mit chemischen Fungiziden zu bekämpfen sind, da sie sich im Inneren der Pflanzen befinden und somit vor dem Angriff durch diese chemischen Substanzen geschützt sind. Betroffen von diesen Pilzerkrankungen sind verschiedene Nutzpflanzen wie z.B Raps, aber auch unterschiedliche Baumarten. Durch Diplom- und Doktorarbeiten, die vom Institut für Mikrobiologiein Rostock vergeben werden, und die teilweise auch in den Laboren von e~nema durchgeführt werden, wird die Bekämpfung dieser Pilzerkrankungen mit Hilfe der bodenlebenden Bakterien erforscht.

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