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Nützliche Nematoden gegen die Obstmade

Der Befall von Äpfeln und Birnen mit Obstmaden hat in den vergangen Jahren stark zugenommen. Da ist es gut zu wissen, dass man ihnen jetzt auch mit nützlichen Nematoden zu Leibe rücken kann. Diese bislang zur Bekämpfung von Trauermücken verwendeten Fadenwürmer töten die Maden, die vor allem in Rindenritzen am Baum überwintern, im Herbst ab und verringern so den Befall im Frühjahr.

Bereits 1998 wurden Steinernema-Nematoden in den USA erfolgreich dazu eingesetzt. In Versuchen in deutschen Apfelbetrieben ab 2002 konnte die Eiablage im Frühjahr um bis zu 70% verringert werden. Seit letztem Jahr haben Nematoden daher als Ergänzung der bisherigen Verfahren in dem Bio-Obstbau Eingang gefunden. Gleichzeitig laufen Versuche im Alten Land, im Rheinland und am Bodensee.

Steinernema_feltiae (6K)ApfelwicklerRaupe (14K)
Nematoden der Art Steinernema feltiae
sind ca. 1 mm lang
Apfelwicklerlarven sind hochanfällig für Steinernema-Nematoden

Die Ausbringung der Nematoden erfolgt im Herbst nach der Ernte, wenn die Obstmaden sich in ihren Verstecken am Baum eingesponnen haben. Dazu kann die Rückenspritze, ein Drucksprüher, z.B. von Gloria oder ein Kleisterpinsel verwendet werden. Ein Netzmittel wird zugesetzt, damit sich das Wasser besser in den Ritzen verteilt. Bei Jungbäumen mit relativ glatter Rinde reicht es, den Stamm zu besprühen. Bei älteren Hoch- und Halbstämmen müssen Stamm und Leitäste behandelt werden. Da auch einige Obstmaden im Boden überwintern, sollte dieser zusätzlich um den Stamm herum mit Nematoden gegossen werden.

Eine Packung mit 10 Millionen Nematoden inklusive Netzmittel ausreichend für 3 Hochstämme oder 20 Spalierbäume kostet 15,90 €. Nemapom kann ab dem 10. August bestellt werden. Die Auslieferung erfolgt ab Mitte September.

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