Gartenlaubkäfer

Gartenlaubkäfer mit Nematoden bekämpfen

Phyllopertha horticola

Der Gartenlaubkäfer (lat. Phyllopertha horticola) gehört zur Familie der Blatthornkäfer (lat. Scarabaeidae), deren bekanntester Vertreter der Maikäfer ist. Ihre Larven werden Engerlinge genannt und sind häufig Rasenschädlinge.

Der rotbraune Gartenlaubkäfer wird ca. 1 cm groß und trägt ein metallisch grün glänzendes Halsschild. Er ist tagaktiv und schwärmt von Mitte Mai bis Mitte Juni in Massen über dem Rasen. Ideales Flugwetter für den Gartenlaubkäfer ist sonniges Wetter am Vormittag; bei einer Wolke am Himmel verschwindet er. 

Seine Engerlinge werden bis zu 2 cm groß, sind weiß haben einen braunen Kopf. Sie liegen oftmals in einer charakteristischen „C“-Position im Boden und verbleiben dort etwa ein Jahr. Die Engerlinge verursachen durch Fraß an den Graswurzeln den Hauptschaden. Sie treten oft in Gruppen an verschiedenen Stellen dicht unter der Grasnarbe auf. Ab August suchen Vögel, Dachse und andere Tiere nach den Engerlingen und verursachen dabei mehr Schaden, als die Engerlinge selbst. 

Lebenszyklus des Gartenlaubkäfers

Im Mai/Juni erscheint das Gartenlaubkäfer-Weibchen, wird begattet und legt sofort bis zu 50 Eier an die Stelle, wo es selbst geschlüpft ist.  Nachdem es ca. 70 % der Eier dort abgelegt hat, frisst es einige Tage an Bäumen und Sträuchern und legt dann in bis zu 4 km Entfernung den Rest der Eier ab. Nach 3-4 Wochen schlüpfen die jungen Larven. Anschließend durchlaufen sie drei Larvenstadien, wobei das dritte Larvenstadium ab Oktober tiefer in den Boden abwandert und dort überwintert. Im Frühjahr (März/April) verpuppen sich die Gartenlaubkäferlarven und das Spiel beginnt von Neuem.

Schäden durch Gartenlaubkäfer-Engerlinge

Den Hauptschaden verursachen die Engerlinge sowie Vögel und andere Tiere, die nach den Engerlingen suchen. Die Engerlinge fressen an den Wurzeln und unterbrechen somit die Wasserversorgung des Grases.

Der ehemals grüne Rasen wird unansehnlich braun und lässt sich mühelos vom Boden abziehen. Darunter kommen unzählige, weiße Engerlinge zum Vorschein. Durch Picken und Wühlen von Vögeln und anderen Tieren wird die Grasnarbe nesterweise zerstört. Hauptsächlich betroffen sind Haus-, Golf- und Sportrasen.

 

Schäden durch ausgewachsene Gartenlaubkäfer

Schwärmende Gartenlaubkäfer treten in Scharen auf und können für den Gartenfreund sehr lästig werden. Sie setzen sich auf Pflanzen und ernähren sich von Blüten, Früchten und Blättern. Adulte Gartenlaubkäfer finden sich an Rosen, Erdbeeren, Kirschen, Äpfeln sowie an Eiche, Haselnuss und Birke.

Gartenlaubkäfer mit Nematoden bekämpfen

Nematoden sind natürliche Feinde des Gartenlaubkäfers. Die Nematoden-Art Heterorhabditis bacteriophora ist u.a. auf Engerlinge spezialisiert und kann diese für die eigene Ernährung und Fortpflanzung nutzen. Die Nematoden werden lebend in einem Pulver geliefert. Zur Ausbringung sollten sie genau nach Packungsangabe mit Wasser vermischt und von Juli bis September auf den betroffenen Flächen appliziert werden. Der Käfer kann mit der Gartenlaubkäfer-Falle gefangen werden. Sie wird ab Mitte Mai auf dem Rasen aufgestellt.

Mittel gegen Gartenlaubkäfer