Junikäfer

Junikäfer im Garten bekämpfen

Amphimallon solstitale

Der Junikäfer, auch gerippter Brachkäfer genannt, ist ein häufiger Schädling auf Rasenflächen. Er gehört zur Familie der Blatthornkäfer (lat. Scarabaeidae). Der Junikäfer ist ein ca. 1,5 – 1,8 cm großer, bräunlicher Käfer. Er fliegt in größeren Schwärmen in der Dämmerung, Flugzeit ist im Juni.

Die Larven des Junikäfers werden Engerlinge genannt. Mit Nematoden erfolgreich bekämpfbar ist das 1. Larvenstadium, ein Schaden ist dann allerdings noch nicht sichtbar. Die Stadien L2 – L3 können nur noch abgesammelt werden.

 

Lebenszyklus des Junikäfers

Der Käfer benötigt für seine Entwicklung mehrere Jahre. Das Weibchen legt an der Stelle, an der es selbst einmal geschlüpft ist ca. 35 Eier im Boden ab, leichte sandige Böden werden dabei bevorzugt.

Erstes Jahr: Das 1. Larvenstadium schlüpft Juli/August und häutet sich zum 2. Larvenstadium, welches sich zum Überwintern unterhalb der Frostgrenze aufhält.

Zweites Jahr: Ab Juni kommt das 3. Larvenstadium zum Wurzelfraß nach oben und wandert zum Überwintern wieder unter die Frostgrenze.

Drittes Jahr: Im Frühjahr verpuppt sich das 3. Larvenstadium, im Juni schlüpfen die Käfer.

 

Wie sehen die Junikäfer-Engerlinge aus?

1. Larvenstadium ca. 1 cm

2. Larvenstadium ca. 2-3 cm

3. Larvenstadium bis zu 5 cm

Die Engerlinge des Junikäfers bewegen sich in Bauchlage vorwärts, sie sind cremeweiß mir brauner Kopfkapsel. 

Schäden durch Junikäfer-Engerlinge

Den Hauptschaden verursachen die Engerlinge des Junikäfers im 3. Larvenstadium. Sie fressen unterirdisch an den Graswurzeln und behindern dadurch die Wasser- und Nährstoffaufnahme der Pflanzen. Die Junikäfer-Larven verursachen braune Flecken im Rasen, die Grasnarbe lässt sich leicht abziehen, es kommen massenweise Engerlinge zum Vorschein; stellenweise trockener Rasen.

Nesterweise zerstören zudem Vögel und andere Tiere (z.B. Wildschweine) durch Picken und Wühlen auf der Suche nach den schmackhaften Engerlingen die Grasnarbe. Befallen werden private Rasenflächen, öffentliche Grünflächen, Sportrasen und Golfplätze.

Schäden durch ausgewachsene Junikäfer

Schäden werden durch den erwachsenen Käfer verursacht, wenn er in Massen auftritt. Der Käfer frisst dann die Blätter von Laub- und Obstbäumen.

Junikäfer bekämpfen mit nützlichen Nematoden

Nematoden sind winzige, fadenförmige Bodenlebewesen von ca. 0,6mm Länge. Sie sind natürliche Feinde des Junikäfers.  Die Nematoden-Art Heterorhabditis bacteriophora ist u.a. auf Junikäfer-Engerlinge spezialisiert und kann diese für die eigene Ernährung und Fortpflanzung nutzen. Die Nematoden werden lebend in einem Pulver geliefert. Zur Ausbringung sollten sie genau nach Packungsangabe mit Wasser vermischt und auf den betroffenen Flächen appliziert werden.

Für ein Monitoring der Junikäfer zur Flugzeit im Juni eignet sich auch die Gartenlaubkäfer-Falle, für eine Bekämpfung ist sie allerdings nicht ausreichend.

Welche Stadien des Junikäfers kann ich bekämpfen?

Nur das 1. Larvenstadium im August/September ist für Nematoden anfällig.

nema-green®

Nematoden der Art Heterorhabditis bacteriophora zur biologischen Bekämpfung der Engerlinge des Junikäfers

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