Kellerasseln

Kellerasseln in Haus und garten bekämpfen

Porcellio scaber

Die Kellerassel ist ein grau bis braungrau gefärbtes, bis zu 20 mm langes Tier von urtümlicher Gestalt. Sie verfügt über einen ovalen, flachen Körper, einen Rückenpanzer und 14 Beine. Sie sieht zwar aus wie ein Insekt, gehört aber zu den Krebstieren.

Kellerasseln hausen unter Steinen, Pflanztöpfen, Holzlatten und allerlei abgestellten Gefäßen – am liebsten dort, wo es faulig und modrig riecht.
Sie brauchen eine feuchte, schattige oder dunkle Umgebung, um leben zu können. Sie halten sich immer im direkten Einzugsbereich ihrer Nahrungsquellen auf.

Abgesehen von der Antarktis leben Kellerasseln auf allen Kontinenten dieser Welt. Sie sind zwar nicht besonders ansehnlich, dafür aber sehr nützlich, denn sie halten den natürlichen Stoffkreislauf in Schwung. Scharenweise durchwühlen diese urtümlich aussehenden kleinen Krebstiere die obersten Bodenschichten und verarbeiten abgestorbene Rückstände von Pflanzen. In Kellern, Gewächshäusern und auf Terrassen gehören sie allerdings eher zu den ungebetenen Gästen. Dort sind sie unangenehm und lästig, nagen gern an  eingelagerten Vorräten oder fressen junge Pflanzen an.

Kellerasseln kommen nachts aus ihren Verstecken hervor und gehen auf Nahrungssuche. Tagsüber halten sich die kleinen Krabbeltiere in einem geeigneten Unterschlupf auf, der Schutz, Feuchtigkeit und Dunkelheit bietet. Vor dem Winter suchen sie ein frostsicheres Versteck, in dem sie in Winterstarre fallen. 

 

Lebenszyklus der Kellerassel

Die befruchteten Eier werden vom Weibchen 40–50 Tage lang in einer mit Flüssigkeit gefüllten Brusttasche getragen, dann schlüpfen die jungen Larven. Die Jungtiere sind nach drei Monaten ausgewachsen und nach zahlreichen Häutungen geschlechtsreif. Eine Kellerassel lebt maximal zwei Jahre.

Schäden durch Kellerasseln

Schäden verursachen erwachsene Kellerasseln im Vorratskeller, im Gewächshaus, in Frühbeeten und auf der Terrasse.  Wenn sie in Massen auftreten, werden die ungebetenen Gäste in Hausnähe oft als lästig und unangenehm empfunden.


In Frühbeeten und Gewächshäusern hinterlassen sie unansehnliche Fraßschäden an Keimlingen und jungen Pflanzenteilen. Ganz besonders junge Gurkenpflanzen stehen dabei ganz oben auf der Speisekarte von Kellerasseln. Im Keller werden zudem eingelagerte Vorräte wie z.B. Kartoffeln und Äpfel von ihnen angenagt.

 

Kellerasseln mit Nematoden bekämpfen

Nematoden sind natürliche Feinde von Kellerasseln. Die Nematoden-Art Steinernema carpocapsae ist u.a. auf Kellerasseln spezialisiert und kann diese für die eigene Ernährung und Fortpflanzung nutzen. Die Nematoden befinden sich in einem Köder, der in eine Falle eingelegt wird. Die Kellerasseln werden vom Köder in die Falle gelockt, infizieren sich dort mit den Nematoden und sterben nach einigen Tagen. Im Innenbereich ist der Einsatz der Falle ganzjährig möglich. 

Mittel gegen Kellerasseln

Asselfrei enthält Nematoden zur biologischen Bekämpfung von Kellerasseln. Der Köder wird in die Falle eingelegt und die Falle wird am Aufenthaltsort der Asseln aufgestellt.