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Kräuter

Schädlinge im Gemüse und Kräuteranbau bekämpfen

Zahlreiche Schädlinge im professionellen Gemüse- und Kräuteranbau können effektiv mit Nematoden bekämpft werden. Dazu gehören beispielsweise verschiedene Raupen, Trauermücken und Thripse.

Unsere Expertin: Sabrina Sieger

Ich berate Sie gerne über die biologische Schädlingsbekämpfung im Gemüse- und Kräuteranbau

Thripse mit Nematoden bekämpfen

Der Kalifornische Blütenthrips (Frankliniella occidentalis) gehört zu den gefährlichsten Schädlingen im Gewächshaus. Er befällt fast alle Gewächshauspflanzen und ist besonders problematisch bei Gurken, Zucchini und Paprika. Ein direkter Schaden entsteht durch die Saugtätigkeit und dadurch hervorgerufene Verformungen und ein indirekter Schaden durch die Verbreitung von Viren.

Zur Verpuppung wandern 95% des vorletzten Nymphenstadiums (allgemein als Präpuppe bezeichnet) in 1,5 - 2 cm Bodentiefe. Die Anwesenheit oberirdisch aktiver räuberischer Nützlinge erhöht den Anteil der in den Boden wandernden Präpuppen. Thripse verbringen 1/3 ihrer Entwicklung im Boden.

Hier kommen auch die Nematoden zum Einsatz. Unser Produkt nemaplus® enthält Nematoden der Art Steinernema feltiae, die unter Anderem auf die Bekämpfung von Thripse spezialisiert ist. Ausgebracht werden 125.000 - 250.000 Nematoden pro m² mit mindestens 100 ml Wasser. Die Applikation erfolgt mittels Tröpfchenbewässerung oder mit einer Blattapplikation ohne Netzmittel, sodass die Tropfen von den Blättern abrollen können. Die Nematoden befallen die im Boden vorhanden Thripse, vermehren sich aber kaum in diesen, weshalb diese Anwendung alle 10 Tage wiederholt werden muss, weil ständig neue Thripse in den Boden abwandern.

 

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Raupen mit Nematoden bekämpfen

Raupen fressen an den oberirdischen Pflanzenteilen und verursachen dadurch einen großen Schaden. Mit unserem Nematodenprodukt nemastar® können diese effektiv und nachhaltig bekämpft werden. Je nach Art entwickeln die raupen mehrere Generationen pro Jahr, weshalb nemastar® alle 10-14 Tage bzw. 4-5 mal in der Saison angewendet werden sollte. Die Aufwandmenge beträgt  125.000 – 250.000 Nematoden pro m² oder 1 Million Nematoden pro Liter Spritzbrühe. Idealerweise die Pflanzen bis kurz vorm Abtropfen spritzen. Die Lufttemperaturen sollten tagsüber über 14°C liegen.

 

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Trauermücken mit Nematoden bekämpfen

Die Larven der Trauermücke (Lycoriella spp., Bradysia spp.) sind ein bedeutender Schädling im professionellen Kräuteranbau. Diese im Boden lebenden, ca. 5 mm langen, glasig-weißen Larven fressen an den Wurzeln von Sämlingen, Stecklingen und jungen Pflanzen, höhlen sie aus und schaffen so Eintrittspforten für Fäulnisbakterien und bodenbürtige Pilze.

Die ca. 2 bis 4 mm großen, adulten Mücken sind tagaktiv und leicht an ihren beiden langen Fühlern und ihrem trägen, taumelnden Flug zu erkennen. Eine Mücke lebt 3 bis 7 Tage und legt in dieser Zeit bis zu 40 Eier in feuchte Erde, Torf oder sich zersetzendes Pflanzenmaterial. Die Entwicklung vom Ei bis zur Mücke dauert bei optimalen Bedingungen (24 °C) ca. 3 Wochen.

nemaplus® gegen Trauermücken

Als ideales Bekämpfungsmittel hat sich nemaplus® seit Jahren bewährt. Es enthält Nematoden der Art Steinernema feltiae.

 

Anwendung von nemaplus®

Die Bodentemperaturen sollten 8 bis 28 °C betragen. Bei höheren Temperaturen lässt die Wirkung der Nematoden nach. So früh wie möglich nach der Aussaat oder dem Stecken der Stecklinge behandeln. Eine Behandlung bietet in der Regel Schutz für 6 Wochen. Das Substrat sollte feucht, aber nicht nass sein. Nematoden können nicht schwimmen und sich deshalb in wassergesättigtem Substrat nicht fortbewegen. Da Nematoden empfindlich gegen direkte Sonneneinstrahlung sind, nemaplus® bei bedecktem Himmel oder in den Abend- oder Morgenstunden ausbringen!

 

Aufwandmengen von nemaplus®

0,5 Millionen Nematoden pro m² oder 5.000 Nematoden pro Liter Torfsubstrat. Bei starkem Befall, anfälligen Pflanzen oder hohem Kompostanteil im Substrat die Aufwandmenge auf 1 Million pro m² bzw. 10.000 Nematoden pro Liter Substrat erhöhen. Überdosierung hat keine nachteiligen Auswirkungen. Wasseraufwand: 10–50 Liter pro 100 m². Möglichst die Bewässerung vor der Behandlung einmal aussetzen, damit das Substrat nicht zu feucht wird.

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