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Weiße Fliege

(engl. White Fly)

Gemeine Gewächshaus-Weiße-Fliege (lat. Trialeurodes vaporariorum)
Baumwoll-Weiße Fliege (lat. Bemisia tabaci)

Weie-Fliege.jpgDie weiße Fliege ist einer der ganzjährigen Hauptschädlinge an Gemüse und Zierpflanzen in Gewächshäusern. Sie ist allerdings keine Fliege, sondern gehört zur Familie der Mottenschildläuse (lat. Aleyrodidae). Die Läuse sind 1,5 mm lang mit leuchtendweißen Wachsbelägen über Körper und Flügel. Die Flügel sind sehr dominierend und überdecken den größten Teil des Körpers.

Die weiße Fliege wurde von Mittelamerika nach Europa eingeschleppt. Sie benötigt warme Temperaturen und ist daher vorwiegend in Gewächshäusern zu finden.

Lebenszyklus der Weißen Fliege

Die Weibchen der Weißen Fliege legen im Sommer 4-7, und in den übrigen Jahreszeiten ca. 2 Eier pro Tag an die Blattunterseiten ihrer Wirtspflanzen. Bei 21 °C benötigen die ca. 0,2 mm langen, lanzettförmigen Eier 4-8 Tage bis zum 1. Nymphenstadium. Die Entwicklung bis zum 4. Nymphenstadium beträgt 18-22 Tage. Die adulten Tiere leben etwa 4 Wochen. Je nach Temperatur dauert die gesamte Entwicklung 2 Monate (bei 16 °C) oder 1 Monat (bei 24 °C).


Schäden durch Weiße Fliegen

Die Larven der Weißen Fliege verursachen Schaden durch Saugen von Phloemsaft an der Blattunterseite. Dabei werden der Pflanze Nährstoffe entzogen, die Larven scheiden Nährstoffüberschüsse als Honigtau wieder aus. Auf diesem siedeln sich dann Schwärzepilze (Rußtau) an. Gefürchtet ist auch die Virusübertragung von einer Pflanze auf die andere durch die Larven.

Typische Schadbilder der Larven der Weißen Fliege sind Vergilben, Verwelken und Abfallen der Blätter, verzögertes Wachstum und Verwachsungen der Pflanze, Ansiedlungen von Schwärzepilzen (Rußtau).
Unansehnliche Zierpflanzen können nicht mehr vermarktet werden.

Welche Pflanzen werden den Larven der Weißen Fliege befallen?

Gemüse (z.B. Tomaten, Auberginen, Bohnen, Paprika), Kräuter und  Zierpflanzen im geschützten Anbau werden von den Larven der Weißen Fliege befallen. Im Zierpflanzenbau sind Weihnachtssterne, auch Poinsettien genannt, besonders betroffen.


Weiße Fliege bekämpfen mit dem nützlichen Pilz Beauveria bassiana

Die Sporen des Pilzes Beauveria bassiana haften an der Kutikula der Schadinsekten. Nach Keimung dringen die Pilzhyphen in den Wirt ein und breiten sich dort aus. Der Tod der Weißen Fliege wird durch das mechanische Eindringen des Myzels, dem Nahrungsentzug sowie dem Verlust von Wasser ausgelöst.

Welche Stadien der Weißen Fliege können mit dem nützlichen Pilz bekämpft werden?

Alle Stadien (Eier, Larven und Adulte) von Weiße Fliege. Die Larven sind besonders anfällig.


Mittel gegen Weiße Fliege für den professionellen Anwender

NATURALIS®

NATURALIS® ist ein biologisches Insektizid auf Basis von keimfähigen Sporen des Pilzes Beauveria bassiana. Der darin enthaltene Stamm ATCC 74040 ist natürlich vorkommend und nicht genetisch modifiziert.

Anwendungszeitraum: Ganzjährig, bei Sichtung der ersten Weißen Fliege sollte NATURALIS® angewendet werden.


NATURALIS® gegen Weiße Fliege richtig anwenden

Umweltbedingungen zur Bekämpfung der Weißen Fliege mit NATURALIS®

Temperatur

  • Optimal: 20 – 27 °C
  • Bei Temperaturen > 40 °C nimmt die Vitalität erheblich ab
  • Einstellung der Sporenkeimung bei < 10 °C

Relative Luftfeuchte

  • Optimal: > 60%
  • Einstellung der Sporenkeimung bei < 15 %
  • Je höher die relative Luftfeuchte, desto wahrscheinlicher und leichter die Sporenkeimung
NATURALIS® anmischen
  • Vor Gebrauch schütteln
  • Rührwerk einschalten und während der gesamten Applikation eingeschaltet lassen.
  • Tank zur Hälfte mit Wasser füllen, NATURALIS® zugeben und den Tank mit der erforderlichen Wassermenge auffüllen.
  • Unmittelbar nach dem Ansetzen der Spritzbrühe ausbringen
  • Die Applikationsgeräte müssen frei von Rückständen von Fungiziden sein.
NATURALIS® ausbringen
  • NATURALIS® kann mit herkömmlichen Spritzgeräten appliziert werden.
  • Die Wasseraufwandmenge muss so gewählt werden, dass eine vollständige  Benetzung aller Pflanzenteile insbesondere der Blattunterseiten gewährleistet ist.
  • In den frühen Morgenstunden oder kurz vor Sonnenuntergang anwenden, wenn die adulten Insekten weniger aktiv und die Luftfeuchtigkeit höher ist.
  • Möglichst rechtzeitig, d.h. bei niedrigem Befall und grundsätzlich bevor die ersten Pflanzenschädigungen auftreten anwenden.
  • Zur Erzielung höchster Wirkungsgrade und abhängig von den Umweltbedingungen sollten 3 - 5 Applikationen im Abstand von 3 - 7 Tagen durchgeführt werden. Max. 15 Applikationen pro Kultur und Jahr.

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