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Schädlinge im Obstbau bekämpfen

Einsatz von Nematoden gegen Apfelschädlinge

Lösungen für den professionellen Obstanbau

Sie sind Öko-Obstanbauer oder wollen als integrierter Betrieb ein optimales Resistenzmanagement anwenden und Rückstände in Ihren Früchten minimieren? Dann sind Sie bei e-nema richtig! Wir bieten Ihnen optimale Alternativen zu herkömmlichen chemischen Pflanzenschutzmitteln an.

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Apfelwickler bekämpfen

Was ist zu tun?

Apfelwicklerlarven sind der natürliche Wirt der Art Steinernema carpocapsae und somit anfällig für Nematoden. Das Problem besteht lediglich darin, Nematoden und Larven zusammen zu bringen. Dies gelingt am besten im Herbst, wenn die Larven sich in Verstecken hinter der Rinde aufhalten. Dort fühlen sich auch die Nematoden wohl und können innerhalb weniger Stunden den Großteil von ihnen abtöten. Dadurch wird die Eiablage im Frühjahr um 50 % reduziert. Berater empfehlen eine Behandlung mit nemapom®, wenn der Befall zur Ernte 1 % übersteigt.

Abbildung: Lebenszyklus des Apfelwicklers

nemapom® gegen Apfelwickler

Abbildung 1: Ausbringung von nemapom in der Obstanlage

Abbildung 1: Ausbringung von nemapom in der Obstanlage

Abbildung 2: Optimale Benetzung des Baumstamms

Abbildung 2: Optimale Benetzung des Baumstamms

nemapom® enthält den Nematoden Steinernema feltiae und wirkt daher bereits ab 10 °C. Der ideale Einsatzzeitraum ist September und Oktober. In der Regel ist eine Ganzbaumbehandlung notwendig. Die Bäume sollten bei der Ausbringung nass sein und über Nacht nicht mehr abtrocknen. Regen, Sprühregen, Nebel oder Tau nach der Ausbringung erhöhen die Wirkung. Die Temperaturen müssen nach der Ausbringung für einige Stunden über 10 °C liegen. Zeitweiser Temperaturabfall, z.B. während der Nacht, schadet nicht. nemapom® wirkt auch gegen den Pflaumenwickler.

Aufwandmenge von nemapom®

Die Aufwandmenge bei Ganzbaumbehandlung beträgt 1,5 Milliarden pro ha. Die Ausbringung sollte mit so viel Wasser wie möglich erfolgen, mindestens jedoch mit 1.500 Liter/ha. Die Zugabe eines Netzmittels kann die Wirkung verbessern. nemapom® kann im Kühlschrank mindestens 6 Wochen ohne Qualitätsverlust gelagert werden.

Apfelsägewespe (Hoplocampa testudinea)

adulte Apfelsägewespe

Abbildung: adulte Apfelsägewespe

Schadbild Apfelsägewespe

Abbildung: Schadbild Apfelsägewespe

Die Apfelsägewespe hat zwar im Vergleich zum Apfelwickler nur eine Generation pro Jahr, zerstört aber 4-5 Äpfel, die dann herunterfallen. Die ausgewachsenen Wespen erscheinen Ende April / Anfang Mai und fressen den Pollen. Ihre Aktivität ist am höchsten, wenn die Sonnenintensität am stärksten ist, also um den Mittag herum. Die Weibchen sägen mit dem Ovipositor in den Blütenkelch und legen dort ein Ei pro Blüte ab. Durchschnittlich legen sie ca. 30 Eier.

Der erste Schaden entsteht durch das erste Larvenstadium, was direkt unter der Haut der kleinen Früchte frisst. Die Äpfel wachsen und mit ihnen wächst die Narbe, die noch zur Ernte deutlich auf den Äpfeln sichtbar ist. Der zweite Schaden entsteht durch das zweite Larvenstadium, was sich in mehrere, kleinere Früchte hineinbohrt und so die weitere Entwicklung der Äpfel hemmt und zu einem Abfallen der Früchte führt.

Im Juli fallen die ausgewachsenen Larven zu Boden und bilden in 5 - 10 cm Tiefe ein Kokon, in dem sie 9 bis 21 Monate verbleiben.

Apfelsägewespen bekämpfen

Was ist zu tun?

Nematoden (nemapom®) wirken nur gegen die erwachsenen Wespen und werden spätestens eine Woche vor Flug auf den Boden appliziert. Der Flug- bzw. Applikationszeitpunkt wird mit Hilfe der Temperatursumme bestimmt (Beratung konsultieren). nemapom® (2 Mrd. pro Hektar) nur auf gut durchfeuchteten Boden ausbringen und mit mind. 1.000 l Wasser pro Hektar spritzen. Wenn der Oberboden trocken ist, Wasseraufwand erhöhen, sodass die Feuchtigkeit im Oberboden Anschluss an feuchte, tiefergelegene Bodenhorizonte bekommt.

Wenn auch noch der Stamm bis ca. 1 m Höhe behandelt wird, werden gleichzeitig die überwinternden Larven (Obstmaden) des Apfelwicklers bekämpft.