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Apfelwickler

(lat. Cydia pomonella, engl. Codling moth)

foto-apfelwickler-raupe.jpgDer Apfelwickler ist ein Schmetterling (Nachtfalter). Seine Larven, auch als Obstmaden bekannt, gehören zu den wichtigsten Schädlingen im Obstanbau. Er gehört in die Familie der Wickler (lat. Tortricidae). Der Apfelwickler ist gräulich und ca. 10 mm lang. Auf den Flügeln trägt er hellgraue Streifen und an den Flügelenden einen kupferfarbenen Fleck. Die Larven des Apfelwickler, auch Raupen, Maden oder Obstmaden genannt, ist 20-30 mm lang, anfangs weiß, später rötlich, mit schwarzer Kopfkapsel.

Lebenszyklus des Apfelwicklers

1-2 Generationen Apfelwickler können je nach Temperatur in einem Jahr auftreten. Im Mai fliegen die Falter, die ihre Eier auf die Blätter des Apfelbaumes legen. Die aus den Eiern schlüpfenden Maden fressen sich durch die Äpfel und seilen sich zur Verpuppung ab. Es erfolgt der Schlupf neuer Falter. Der Apfelwickler überwintert als Made, die sich ein Versteck am Stamm, manchmal aber auch am Boden sucht. Dies ist der ideale Zeitpunkt für die Bekämpfung des Apfelwicklers.

Mit nützlichen Nematoden können überwinternde Larven des Apfelwicklers an Apfel-, Birnen- und Walnussbäumen und die des Pflaumenwicklers (lat. Grapholita funebrana) sowie andere an Holz überwinternde Schadschmetterlinge bekämpft werden.

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Schäden durch Obstmaden

Die sich aus den Eiern des Apfelwicklers entwickelnden Maden verursachen den Schaden. Die Obstmaden bohren sich in den Apfel ein. Durch den Fraß der Apfelwickler-Larven wird die Frucht massiv geschädigt und Fäulnis macht den Apfel ungenießbar.

Welche Pflanzen werden von Apfelwickler-Larven befallen?

Obstmaden befallen hauptsächlich Äpfel, in warmen Jahren aber auch Birne, Quitte, Pfirsich, Pflaume und Walnuss.


Apfelwickler bekämpfen mit nützlichen Nematoden (Fadenwürmer)

Nematoden sind winzige, fadenförmige Bodenlebewesen von ca. 0,6 mm Länge. Sie sind natürliche Feinde des Apfelwicklers.  Die Nematoden-Art Steinernema feltiae ist u.a. auf Apfelwickler-Larven spezialisiert und kann diese für die eigene Ernährung und Fortpflanzung nutzen. Die Nematoden werden lebend in einem Pulver geliefert. Zur Ausbringung sollten sie genau nach Packungsangabe mit Wasser vermischt und auf den betroffenen Flächen appliziert werden.

Welche Stadien des Apfelwicklers können mit Nematoden bekämpft werden?

Eingesponnene, überwinternde Larven des Apfelwicklers können mit nützlichen Nematoden biologisch und nachhaltig bekämpft werden.


Mittel gegen Apfelwickler-Larven

nemapom®

nemapom® enthält Nematoden der Art Steinernema feltiae zur biologischen Bekämpfung der überwinternden Maden (Larven) des Apfelwicklers und anderer Schadschmetterlinge an Obstbäumen (Apfel, Birne und Pflaume).

Anwendungszeitraum: Von Ende September bis Ende März kann nemapom® gegen Obstmaden angewendet werden, sofern die Temperaturen nach der Ausbringung für einige Stunden mindestens 10 °C betragen. Zeitweiser Temperaturabfall während der Nacht schadet nicht.

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Nematodenprodukte gegen Apfelwickler-Larven richtig anwenden

Nematodenlösung anmischen

Nematoden gegen Apfelwickler möglichst bald nach Erhalt entsprechend den Angaben auf der Verpackung ausbringen. Nematoden sind in der Pulverformulierung nicht gleichmäßig verteilt. Deshalb immer den gesamten Inhalt der Packung in der angegeben Wassermenge mischen. Die gemischte Suspension alle 5 Minuten aufrühren, damit die Nematoden in der Schwebe bleiben. Die jeweils benötigte Menge abfüllen und sofort ausbringen. Die Suspension vollständig aufbrauchen, sie kann nicht aufbewahrt werden.

Wann sollten Apfelwickler-Larven bekämpft werden?

Eine Bekämpfung der Obstmaden mit nützlichen Nematoden sollte nach der Ernte erfolgen, von Ende September bis Ende März (vor der Verpuppung, Temperaturen mind. 10 °C). Die Larven des Apfelwicklers bevorzugen als Winterquartier Verstecke in rissigem Holz oder Obstbaumkrebswunden am Stamm und an Ästen, an Stützpfählen oder an hölzernen Bauten in der Nähe (Sandkiste, Schuppenwände). Deshalb alle diese Stellen sowie den Boden um den Stamm herum behandeln.

Witterungsverhältnisse: Nematoden brauchen mindestens 4 Stunden feuchte Bedingungen. Deshalb möglichst bei feuchten Witterungsbedingungen, idealerweise auf die bereits nassen Stämme und Äste ausbringen. Am besten im Regen applizieren, spätnachmittags oder abends, so dass die Stämme über Nacht nicht wieder abtrocknen.

Nematoden gegen Obstmaden richtig ausbringen

Rückenspritze - Um eine gleichmäßige Verteilung der Nematoden in der Spritzbrühe zu gewährleisten, Spritze alle 5 Minuten aufschütteln. Die Düse der Spritze muss einen Durchmesser von mind. 0,8 mm haben.

Drucksprüher – Ideal für kleine Bäume, z.B. Spalierobst und Halbstämme. Die Düse der Spritze muss einen Durchmesser von mind. 0,8 mm haben.

Kleisterpinsel (Quast) / Gießkanne – Wenn kein Spritze vorhanden, kann die Nematodensuspension auch mit dem Quast am Stamm aufgetragen werden und auf den Boden mit der Gießkanne.

Der Nema-Sprayer ist für die Ausbringung von nemapom® nicht geeignet!

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