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Eichen-Prozessionsspinner

(lat. Thaumetopoea processionea, engl. Processionary moth)

Der Eichen-Prozessionsspinner ist ein Nachtfalter. Er gehört zur Ordnung der Schmetterlinge (lat. Lepidoptera) und dort zur Unterfamilie der Prozessionsspinner (lat. Thaumetopoeidae). Seinen Namen hat er vom Verhalten seiner Raupen, die in mehrreihigen „Prozessionen“ auf den Bäumen zu ihren Futterplätzen ziehen. Die Raupen befallen Eichenarten, ihre Brennhaare können für den Menschen gefährlich werden.

Der Falter ist mittelgroß mit dickleibigem Körper. Sein Rüssel ist vollkommen rückgebildet. Die Flügelspannweite beträgt 25 – 25 Millimeter. Der Falter fliegt im August/September.

Raupen Eichenprozessionsspinner

Raupen des Eichen-Prozessionsspinners

Die Raupe ist bis zu 5 cm lang und verfügt über eine dunkle, breite Rückenlinie mit samtartig behaarten Feldern und rotbraunen, langbehaarten Warzen (Brennhaare). Sie ist von Ende April bis Anfang August aktiv und frisst nachts an den Blättern verschiedener Eichenarten.

Lebenszyklus des Eichen-Prozessionsspinners

Falter: Flug im August/September, Eiablage.

Eier: Überwinterung der Eigelege als plattenförmiges, von Drüsensekret überzogenes Gelege an der Eichenrinde mit 100-200 Eiern.

Raupen: Ab Ende April erscheinen die Raupen und fressen nachts an den Blättern verschiedener Eichenarten. 5-6 Raupenstadien werden durchlaufen.

Verpuppung: Juli/August im Kokon im Nest, August/September erneuter Falterflug.

Die Raupen des Eichen-Prozessionsspinners leben gesellig in Gespinstnestern am Baum. Von dort ziehen sie in engem seitlichen Kontakt in einer mehrreihigen „Prozession“ zum Futterplatz. Bei Massenauftreten können sie erhebliche Schäden anrichten.

Bekämpft werden sie hauptsächlich aus gesundheitlichen/hygienischen Gründen da ihre Brennhaare bei Menschen allergische Haut- und Atemwegsreaktionen auslösen können. Die Brennhaare brechen leicht und werden bei günstiger Witterung durch Luftströmungen über weite Strecken getragen. Raupenhaare sind lange haltbar und reichern sich über mehrere Jahre in der Umgebung an, besonders im Unterholz und im Bodenbewuchs.


Schäden durch Eichen-Prozessionsspinner

Der Schaden wird durch die Raupen des Eichen-Prozessionsspinners verursacht. Dieser reicht von Lochfraß bis hin zu Kahlfraß an verschiedenen Eichenarten. Die Raupen werfen Brennhaare ab, die allergische Haut- und Atemwegsreaktionen beim Menschen auslösen können.

Welche Pflanzen werden von Eichen-Prozessionsspinnern befallen?

Verschiedene Eichenarten in Wäldern und Einzelbäume an Straßenrändern, in Parks und im urbanen Bereich.


Eichen-Prozessionsspinner bekämpfen mit nützlichen Nematoden (Fadenwürmer)

Wie funktioniert die Eichen-Prozessionsspinner-Bekämpfung mit Nematoden?

Motorrueckenspritze2

Motorrückenspritze

Nematoden sind winzige, fadenförmige Bodenlebewesen von ca. 0,6mm Länge. Die Nematoden-Art Steinernema feltiae kann die Raupen des Eichen-Prozessionsspinners töten und für die eigene Ernährung und Fortpflanzung nutzen.

Die Nematoden werden lebend in einem Pulver geliefert. Zur Ausbringung werden sie nach Anwendungshinweisen mit Wasser vermischt und in die betroffenen Bäume appliziert.

Anwendungshinweise Tp-nema ®

WICHTIG: Der Einsatz von entomopathogenen Nematoden ist NICHT dem Anwendungsbereich der Verordnung (EU) Nr. 528/2012 (Biozid-VO) zugeordnet.

Welche Stadien des Eichen-Prozessionsspinners kann ich bekämpfen?

Die Anwendung ist möglich, sobald die Raupen geschlüpft sind, also Mitte bis Ende April. Eine Bekämpfung ist bis einschließlich 3. Raupenstadium möglich, das ist in der Regel bis Ende Mai. Innerhalb von 2 Wochen sollte die Behandlung wiederholt werden.


Mittel gegen Raupen des Eichen-Prozessionsspinners

Tp-nema® enthält Nematoden der Art Steinernema feltiae zur biologischen Bekämpfung der Raupen des Eichen-Prozessionsspinners.

Anwendungszeitraum: Mitte April bis Ende Mai


Spruehkanone

Sprühkanone, speziell für Nematoden

Nematodenprodukte gegen Raupen des Eichenprozessionsspinners richtig anwenden

Nematodenlösung anmischen und ausbringen

 

Die Nematodenlösung nach Anleitung in den Anwendungshinweisen anmischen und mit einem Baumsprühgerät/ Sprühkanone oder einer Motorrückenspritze direkt in die Baumkronen ausbringen.

Aufgrund der Austrocknungsgefahr, um windarme Bedingungen zu gewährleisten und um die Raupen direkt zu treffen, sollten die Nematoden abends und nachts zwischen 20 Uhr und 6 Uhr ausgebracht werden.

Anmischen und Ausbringen von Tp-nema ®

Weitere Informationen und Beratung 

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