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Gartenlaubkäfer

(lat. Phyllopertha horticola, engl. Garden Chafer)

foto-gartenlaubkaefer-2.jpgDer Gartenlaubkäfer gehört zur Familie der Blatthornkäfer (lat. Scarabaeidae). Seine Larven werden Engerlinge genannt und sind häufig auftretende Rasenschädlinge.

Der rotbraune Gartenlaubkäfer wird ca. 1 cm groß und trägt ein metallisch grün glänzendes Halsschild. Er kann fliegen. Der Gartenlaubkäfer ist tagaktiv. Von Mitte Mai bis Mitte Juni schwärmen die Käfer in Massen über dem Rasen. Sobald eine Wolke am Himmel erscheint, sind sie verschwunden. Ideales Flugwetter für die Gartenlaubkäfer ist sonniges Wetter am Vormittag. 

Die Engerlinge (Larven des Gartenlaubkäfers) werden bis zu 2 cm groß, sind weißlich und haben einen braunen Kopf. Sie liegen oftmals in einer charakteristischen „C“-Position im Boden und verbleiben dort ca. ein Jahr. Die Engerlinge verursachen durch Fraß an den Wurzeln von Gras den Hauptschaden. Sie treten oft in Gruppen an einer Stelle, dicht unter der Grasnarbe auf. Einen Sekundärschaden verursachen Vögel und andere Tiere, die auf dem Rasen nach den Engerlingen suchen und dabei die Grasnarbe zerstören.

Lebenszyklus des Gartenlaubkäfers

Im Frühjahr legt das Gartenlaubkäfer-Weibchen in der Erde, in ca. 5 cm Tiefe, bis zu 50 Eier ab. Nachdem es ca. 70 % der Eier dort abgelegt hat, wo es selbst einmal geschlüpft ist, frisst es einige Tage an verschiedenen Pflanzen und legt dann an einem anderen Platz den Rest der Eier ab.
Nach 3-4 Wochen schlüpfen die Larven des Gartenlaubkäfers, die auch Engerlinge genannt werden. Anschließend durchlaufen sie insgesamt 3 Larvenstadien, wobei das dritte Larvenstadium tiefer in den Boden abwandert und dort überwintert. Im Frühjahr (März/April) verpuppen sich die Gartenlaubkäferlarven, die Käfer schlüpfen im Mai und beginnen mit ihrem Flug und Reifungsfraß.

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Schäden durch Gartenlaubkäfer-Engerlinge

Den Hauptschaden des Gartenlaubkäfers verursachen seine Engerlinge, sowie Vögel und andere Tiere, die nach den Engerlingen suchen. Die Engerlinge fressen an den Wurzeln des Grases und richten so den Schaden an.

Der ehemals grüne Rasen ist unansehnlich braun und lässt sich mühelos vom Boden abziehen. Darunter kommen unzählige Engerlinge zum Vorschein. Durch Picken und Wühlen von Vögeln und anderen Tieren ist die Grasnarbe nesterweise zerstört.

Welche Pflanzen von Engerlingen befallen?

Hauptsächlich betroffen sind Rasenflächen, Golfplätze und Sportrasen.


Schäden durch ausgewachsene Gartenlaubkäfer

Schwärmende Gartenlaubkäfer treten in Scharen auf und können für den Gartenfreund sehr lästig werden. Sie setzen sich auf Pflanzen und ernähren sich von Blüten, Früchten und Blättern. Der Schaden ist allerdings unerheblich.

An welchen Pflanzen sind Gartenlaubkäfer zu finden?

Adulte Gartenlaubkäfer finden sich an Rosen, Kirschen und Bäume wie Eiche, Haselnuss und Birke.


Gartenlaubkäfer bekämpfen mit nützlichen Nematoden (Fadenwürmer)

Nematoden sind winzige, fadenförmige Bodenlebewesen von ca. 0,6 mm Länge. Sie sind natürliche Feinde des Gartenlaubkäfers. Die Nematoden-Art Heterorhabditis bacteriophora ist u.a. auf Gartenlaubkäfer-Engerlinge spezialisiert und kann diese für die eigene Ernährung und Fortpflanzung nutzen. Die Nematoden werden lebend in einem Pulver geliefert. Zur Ausbringung sollten sie genau nach Packungsangabe mit Wasser vermischt und auf den betroffenen Flächen appliziert werden. Der erwachsene Käfer kann mit einer Gartenlaubkäfer-Falle gefangen werden.

Welche Stadien des Gartenlaubkäfers kann ich bekämpfen?

Von Juli-September können die Larvenstadien L2 und L3, die direkt unter der Grasnarbe fressen, mit Nematoden bekämpft werden. Der erwachsene Käfer kann mit der Gartenlaubkäfer-Falle während seiner Flugzeit im Mai/Juni gefangen werden.


Mittel gegen Gartenlaubkäfer-Engerlinge

nema-green®

nema-green® enthält Nematoden der Art Heterorhabditis bacteriophora zur biologischen Bekämpfung der Engerlinge des Gartenlaubkäfers. Die nützlichen Nematoden dringen in den lebenden Engerling ein und töten in innerhalb von 2 Tagen. Während dieser Zeit wachsen sie heran und vermehren sich. Wenn der Engerling keine Nahrung mehr hergibt, verlassen sie ihr Wirtstier und befallen weitere Engerlinge. Nach ca. 3 Wochen hat die zweite Generation der Fadenwürmer einen Großteil der im Boden lebenden Engerlinge befallen. Nach 6 Wochen ist der maximale Erfolg erreicht.

Anwendungszeitraum: Juli-September, ca. 6 Wochen nach dem Käferflug.

Der ideale Anwendungszeitpunkt für nema-green® ist, wenn die Bodentemperatur über 12 °C für mindestens 4 Stunden am Tag. Zeitweiser Temperaturabfall während der Nacht schadet nicht. Je früher die Nematoden ausgebracht werden, desto häufiger können sie sich in den Engerlingen vermehren und desto größer ist die Wirkung. Eine Vermehrung dauert ca. 2-3 Wochen. In dieser Zeit sollte der Boden feucht gehalten werden.

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Nematodenprodukte gegen Gartenlaubkäfer-Engerlinge richtig anwenden

Nematodenlösung anmischen

Nematoden möglichst bald nach Erhalt entsprechend den Angaben auf der Verpackung ausbringen. Nematoden sind in der Pulverformulierung nicht gleichmäßig verteilt. Deshalb immer den gesamten Inhalt der Packung in der angegeben Wassermenge mischen. Die gemischte Suspension alle 5 Minuten aufrühren, damit die Nematoden in der Schwebe bleiben. Die jeweils benötigte Menge abfüllen und sofort ausbringen. Die Suspension vollständig aufbrauchen, sie kann nicht aufbewahrt werden. Ausbringen mit der Gießkanne oder dem Nema-Sprayer.

Nematoden richtig ausbringen

Nur auf feuchten Boden mit viel Wasser ausbringen. Sofern Nematoden austrocknen, sterben sie sofort. Wenn der Boden trocken ist, vor Ausbringung bewässern oder nach Regen applizieren. Die verdünnte Nematoden­suspension gleichmäßig auf die jeweilige Fläche ausbringen. Unmittelbar danach die Fläche mit ca.  1 l / m2 besprühen, um an den Pflanzenteilen haftende Nematoden in den Boden zu spülen. In den nächsten 4 Wochen den Boden nicht austrocknen lassen, ggf. erneut bewässern.


 

Engerlinge von Junikäfern, Purzelkäfern und Dungkäfern bekämpfen

Auch andere Engerlinge können mit nützlichen Nematoden bekämpft werden, wie z.B. Junikäfer (lat. Amphimallon solstitiale), Purzelkäfer (lat. Hoplia philanthus) oder Dungkäfer (lat. Aphodius sp.)

Anwendungszeiten:

  • Gartenlaubkäfer: Juli-September gegen Engerlinge im 2. und 3. Larvenstadium
  • Junikäfer: August/September gegen Engerlinge im 1. Larvenstadium
  • Purzelkäfer: April-September gegen Engerlinge im 2. und 3. Larvenstadium
  • Dungkäfer: April/Mai gegen Engerlinge im 3. Larvenstadium

Mittel gegen adulte Käfer: Gartenlaubkäfer fangen

Mit der Gartenlaubkäfer-Falle kann bereits im Mai der Befall abgeschätzt werden. Die Gartenlaubkäfer-Falle ist eine Trichterfalle, die mit einem Lockstoff versehen ist. Eine Falle deckt eine Fläche von ca. 100 m2 ab. Der Lockstoff kann separat nachbestellt werden.

Ein Pflanzenduft lockt die Käfer in den Fangbehälter, aus dem diese nicht wieder herausfinden. Sobald sie ersten Käfer erscheinen, sollte die Falle aufgestellt werden. Zu Beginn der Flugsaison (ab der 2. Maiwoche) sollte die Falle 2x pro Woche kontrolliert werden. Die Flugsaison dauert etwa bis Mitte Juni. Im Gegensatz zu einer klassischen Pheromon-Falle, die nur Männchen anlockt, werden hier Männchen und Weibchen gleichermaßen eingefangen. Zusätzlich empfehlen wir ab Mitte/Ende Juli den zusätzlichen Einsatz von nema-green® gegen die Engerlinge.

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