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Möhrenfliege

(lat. Psila rosae, engl. carott fly)

Moehrenfliege Adult Quelle Landwirtschaftskammer Schleswig Holstein

Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein

Die Möhrenfliege ist eine 4 - 5 mm große Fliege mit gelbem Kopf, roten Augen und glasklaren Flügeln. Brust und Hinterleib sind schwarz und ihre Beine sind gelb. Sie ist ein weit verbreiteter, gefürchteter Schädling im Karottenanbau, der von Mai bis September aktiv ist. Windgeschützte, feuchte Lagen, möglichst mit relativer Luftfeuchtigkeit von 85 – 100% werden von der Fliege bevorzugt.

Die Larven der Möhrenfliege sind 6 - 8 mm lang und milchigweiß.

Lebenszyklus der Möhrenfliege

Die Überwinterung der Möhrenfliege erfolgt überwiegend als Puppe, teilweise auch als Larve, im Boden in bis zu 30 cm Tiefe. Ab Mitte Mai erscheinen in der Regel die ersten Fliegen. Sie legen von Ende Mai bis in den Juli hinein in Bodenritzen in Wurzelnähe ihre Eier (ca. 0,5 mm groß) ab. Nach wenigen Tagen schlüpfen die Larven und verursachen Fraßschäden an den Wurzeln. 4 - 7 Wochen später, ab zweite Julihälfte, verpuppen sich die Larven im Boden zu einer etwa 5 mm langen Tönnchenpuppe. Im Spätsommer, etwa ab August, erscheint die zweite Generation und der Zyklus beginnt von vorn.


Schäden durch die Möhrenfliege

Moehrenfliege Schaden Quelle Landwirtschaftskammer Schleswig Holstein

Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein

Den Schaden an den Pflanzen verursachen die Larven der Möhrenfliege. Nach dem Schlüpfen kriechen sie zur Wurzelspitze und fressen an den feinen Seitenwurzeln. Die Larven können Entfernungen von bis zu 60 cm überwinden. Später fressen sie sich von unten nach oben durch die Wurzeln und verursachen die typischen rostbraunen Fraßgänge im Wurzelkörper. Die Fraßgänge lassen die Karotten schnell faulen. Außerdem lagern die Larven ihren Kot in den Gängen ab, wodurch sich die Wurzeln braun verfärben.

Der Wurzelkörper ist besonders im äußeren Teil von rostbraunen Fraßgängen durchzogen, verursacht durch starken Befall mit Fliegenlarven. Bei starkem Befall im Jugendstadium kann die Möhre absterben. Späterer Befall führt zu Qualitätseinbußen. Befallener Sellerie bleibt im Wuchs zurück. Sich gerade bildende Knollen sind braungrau, Blattstiele im unteren Teil oft violett, Wurzeln rostbraun verfärbt.

An welchen Pflanzen sind Möhrenfliegen zu finden?

Zu den betroffenen Pflanzen zählen Möhre, Sellerie, Petersilie, Pastinaken, Dill, Knollenfenchel, Kümmel, Kerbel und andere Doldenblütler. Die ausgewachsene Möhrenfliege verursacht keine Schäden.


Möhrenfliege bekämpfen mit nützlichen Nematoden (Fadenwürmer)

Nematoden sind winzige, fadenförmige Bodenlebewesen von ca. 0,6 mm Länge. Sie sind natürliche Feinde der Möhrenfliege. Bestimmte Nematoden-Arten sind u.a. auf die Möhrenfliege spezialisiert und können ihre Larven für die eigene Ernährung und Fortpflanzung nutzen. Die Nematoden werden lebend in einem Pulver geliefert. Zur Ausbringung sollten sie genau nach Packungsangabe mit Wasser vermischt und auf den betroffenen Flächen appliziert werden.

Welche Stadien der Möhrenfliege kann ich bekämpfen?

Von Mai bis September können die im Boden vorhandenen Larven verschiedener Generationen mit Nematoden bekämpft werden.


Mittel gegen Larven der Möhrenfliege

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nema-care® enthält Nematoden zur biologischen Bekämpfung von Larven der Möhrenfliege. Nach Einbringung in den Boden suchen die Nützlinge die lebenden Larven aktiv auf, dringen in sie ein und sondern ihr symbiotisches Bakterium ab. Der befallene Schädling stirbt bereits nach wenigen Tagen, während sich die Nematoden in der toten Larve weiter vermehren. Nach etwa zwei Wochen suchen sich die Fadenwürmer neue lebende Wirtstiere. Dieser Vorgang wiederholt sich so lange, bis schließlich keine Schädlinge mehr vorhanden sind.

Anwendungszeitraum: Mai bis September

nema-care® wird bei Bodentemperaturen über 12 ° C eingesetzt. Ein zeitweiser Temperaturabfall, z.B. während der Nacht schadet dem Produkt nicht. Die beiden in der Packung enthaltenen Beutel werden im Abstand von 2 Wochen ausgebracht.

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Nematodenprodukte gegen Larven der Möhrenfliege richtig anwenden

Nematodenlösung anmischen

Nematoden möglichst bald nach Erhalt ausbringen. Nematoden sind in der Packung nicht gleichmäßig verteilt, deshalb immer den gesamten Inhalt in der angegebenen Wassermenge anmischen. Die Mischung alle 15 Minuten aufrühren, damit die Nematoden in der Schwebe bleiben. Die Nematodenlösung vollständig aufbrauchen, sie kann nicht aufbewahrt werden. Ausbringen mit der Gießkanne oder dem Nema-Sprayer.

Nematoden richtig ausbringen

Nur auf feuchten Boden mit viel Wasser ausbringen. Wenn der Boden trocken ist, vor Ausbringung bewässern oder nach Regen applizieren. Die verdünnte Nematodenlösung gleichmäßig auf die jeweilige Fläche ausbringen. In den nächsten 2 Wochen den Boden nicht austrocknen lassen, ggf. erneut bewässern. Nach 2 Wochen die Anwendung wiederholen.

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