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BIOCOMES: Biologischer Pflanzenschutz im Kommen

Forschung & Entwicklung

Die EU-Kommission unterstützt das EU-Verbundprojekt bei der Entwicklung von neuen Produkten gegen pflanzenschädigende Insekten und Pilzkrankheiten. Vom 4. bis 6.11.2015 treffen sich die Projektpartner zu ihrer 2. jährlichen Sitzung.

Anbauer von Obst und Gemüse kämpfen mit Pestizidrückständen in ihren Ernteprodukten. Seit die Handelsketten ihre Grenzwerte noch unter die behördlich genehmigten Werte gesenkt haben, klagen die Anbauer über die ihrer Meinung nach überzogenen Vorgaben. Zudem erlauben die Ketten nur noch maximal zwei bis drei Wirkstoffe, auch wenn die amtliche Zulassung wesentlich mehr Produkte erlaubt. Werden Pestizidrückstände über den vorgegebenen Mengen festgestellt, schicken die Supermarktketten die Ware zurück. So stehen den Produzenten immer weniger Produkte zur Verfügung.

Der biologische Pflanzenschutz bietet für dieses Problem wirksame Alternativen. Im ökologischen Anbau sind schon lange biologische Pflanzenschutzmittel erfolgreich im Einsatz. Leider sind bisher allerdings zu wenige Produkte für die Anwender verfügbar. Diese Situation soll sich jetzt ändern.

Die Europäische Kommission unterstützt das EU Verbundprojekt BIOCOMES mit neun Millionen Euro für die Entwicklung von elf neuen Produkten gegen pflanzenschädigende Insekten und Pilzkrankheiten. An dem Projekt sind 27 Teilnehmer beteiligt, von denen zwölf kleine und mittlere Unternehmen sind und eines ein größeres Unternehmen der chemischen Industrie. Biologische Lösungen werden gesucht, zum Beispiel gegen Schmetterlingslarven im Forst, Kohl, in Tomaten und Kartoffeln oder gegen den Echten Mehltau im Getreide, die Verticillium-Welke in Raps und Kohl und andere Pflanzenpathogene.

Vom 4. bis 6.11.2015 treffen sich die Projektpartner zu ihrer 2. jährlichen Sitzung bei der Firma e-nema GmbH in Schwentinental in der Nähe von Kiel. Die e-nema betreibt Bioreaktoranlagen im Maßstab von 2 bis 65.000 Liter zur Produktion von Bakterien, Hefen und Pilzen und insektenpathogenen Nematoden für den biologischen Pflanzenschutz. Die e-nema beschäftigt 40 Mitarbeiter, von denen zwölf in der Forschung und Entwicklung arbeiten.

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