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Förderung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung

Forschung & Entwicklung

Die e-nema GmbH erhält Fördermittel aus der Initiative „KMU-innovativ: Biotechnologie - BioChance“ des BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung) für ihr Forschungsprojekt „Nema-SMART“.

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Die Initiative dient der Unterstützung risikoreicher und anwendungsnaher industrieller Forschungs- und Entwicklungsvorhaben von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) aus dem Bereich der Biotechnologie. Die Fördermaßnahme soll das Innovationspotential dieser Unternehmen im Bereich der Spitzenforschung stärken.

Die e-nema GmbH wird die bewilligten Fördergelder für das Forschungsprojekt „Nema-SMART“ einsetzen. In den nächsten 3 Jahren werden 6 wissenschaftliche Mitarbeiter die züchterische Optimierung des Nematoden Heterorhabditis bacteriophora, ein Nematode der im Maisanbau eingesetzt wird, fortsetzen. Fachlich unterstützt werden sie u.a. von Professor Dr. Helge Bode (Goethe-Universität Frankfurt).

Seit Einschleppung des invasiven Schädlings Westlicher Maiswurzelbohrer (Diabrotica virgifera virgifera) aus den USA nach Serbien im Jahre 1992 hat sich der Maiswurzelbohrer auch nach Deutschland ausgebreitet. Aufgrund der Gefährdung von Bienen ist die Saatgutbeizung auf Basis von neonicotinoiden Insektiziden gegen Schädlinge seit 2008 verboten.

Seitdem hat die e-nema GmbH ihre Forschungsaktivitäten zum Einsatz des Nematoden H. bacteriophora erheblich ausgeweitet. Mehrjährige Versuchsergebnisse haben ergeben, dass Nematoden in 70 % der Versuche gleich hohe oder höhere Wirkungsgrade wie die chemischen Standards erzielen. Der Einsatz von Nematoden lohnt sich für den Landwirt bisher jedoch nicht, da die Produktkosten mehr als doppelt so hoch sind wie die der synthetischen Insektizide.

Um die Kosten für Nematodenprodukte zu senken verfolgt e-nema zwei Strategien:

Einerseits sollen Produktionskosten durch Nutzung der „economies of scale“ gesenkt werden. Die Firma investiert zur Zeit  in eine Versechsfachung ihrer gegenwärtigen Flüssigkulturkapazität. Die zweite Strategie, Gegenstand des Projekts „Nema-SMART“, ist die Selektion des Nematoden Heterorhabditis bacteriophora auf Virulenz und Lebensdauer. Damit könnte die Aufwandmenge eines Nematodenprodukts halbiert, bzw. die Lagerfähigkeit des Produkts und die Persistenz der Nematoden im Boden nach der Ausbringung verlängert werden. Eine Verbesserung der Lagerfähigkeit würde die Vertriebslogistik erleichtern, die Produktkosten senken und Nematodenprodukte konkurrenz­fähiger machen.