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Mikrobiologische Pflanzenschutzmittel und die EU

Allgemeines

Als die wenigen bereits auf dem Markt befindlichen mikrobiologischen Pflanzenschutzmittel vom Markt genommen zu werden drohten, gründeten betroffene Unternehmen, darunter auch die e-nema GmbH, im Mai 2021 eine Task Force.
Das Problem: Obwohl die Produkte von der Europäischen Kommission als sicher eingestuft werden, müssen Daten für die Verlängerung der Zulassung geliefert werden, die für chemische Produkte typisch sind – jedoch für biologische Produkte schwer oder gar nicht verfügbar gemacht werden können.

Der eigentliche Skandal ist, dass die derzeitige Zulassungspraxis für biologische Pflanzenschutzmittel im Widerspruch zu den von der EU verabschiedeten Zielen der Farm-to-Fork Strategie und des Green Deals steht.
Laut Green Deal soll der Einsatz chemischer Pestizide bis 2030 um 50% verringert werden.
Es gibt eine Liste von chemischen Substitutionskandidaten, die deshalb am Markt bleiben, da angenommen wird, dass es keine Alternativen gibt.
Gleichzeitig wird biologischen Mitteln der Marktzugang erschwert oder sie werden vom Markt genommen, obwohl z.B. die schwedische Zulassungsbehörde und andere seriöse Organisationen diese Mittel mit „low risk“, also von „geringem Risiko“ bewertet haben.

Einige biologische Produkte sind seit 10-15 Jahren ohne negative Auswirkungen auf Mensch und Umwelt erfolgreich im Einsatz. Trotzdem verlangt die EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) weitere Daten zu diesen Produkten. Das wird wahrscheinlich dazu führen, dass diese Produkte vom Markt genommen werden.

Um die unerwünschten Auswirkungen der derzeitigen Politik der EU-Kommission zu demonstrieren, hat die Task Force sieben chemische Substitutionskandidaten mit sieben derzeit noch zugelassenen biologischen Pflanzenschutzmitteln verglichen.
Die EU-Kommission erwägt, letztere wegen unvollständiger Daten vom Markt zu nehmen. Der Vergleich bestätigt eindeutig, dass die EU-Kommission im Begriff ist, potentiell giftige und unsichere chemische Stoffe in der EU zu belassen und gleichzeitig eine Anwendung ungefährlicher biologischer Pflanzenschutzmittel zu verbieten.

Da wir in Folge des Klimawandels immer häufiger mit neuen und invasiven Schädlingen und Krankheiten konfrontiert werden, ist es wichtiger denn je, auf nachhaltige biologische Pflanzenschutzmittel zurückgreifen zu können, um diesen neuen Herausforderungen zu begegnen. Wir sollten nicht weiter auf veraltete chemische Mittel vertrauen. Dies ist nur möglich, wenn wir ein agiles, zeitnahes, effizientes und angemessenes Regulierungssystem für biologische Pflanzenschutzmittel haben. Eines, mit dem wir diese modernen Methoden zügig auf den Markt bringen und so für eine sichere und effektive Nutzung zum Wohle der Landwirtschaft, der Bürger/innen und der Umwelt sorgen.

Task Force Positionspapier

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