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Zukunftskommission Landwirtschaft

Allgemeines

Die Zukunftskommission Landwirtschaft, im Juli 2020 vom Bundeskabinett eingesetzt, hatte die Aufgabe langfristige Empfehlungen und Leitlinien für die Umgestaltung der Agrarbranche zu erarbeiten. Jetzt hat die Kommission ihren Abschlussbericht an die Bundesregierung übergeben.

Faktisch ging es darum, in Deutschland zukünftig Ernährungssicherung und Erhalt einer ökonomisch tragbaren Landwirtschaft mit Klima- und Umweltschutz in Einklang zu bringen. Das erarbeitete Ergebnis ist laut Kommission ein grundlegender Umbau der Landwirtschaft mit weniger Massentierhaltung und mehr Geld für Umweltschutzprogramme.
Eine Key-Leitlinie der Kommission waren dabei europäische Vorgaben wie der Green Deal.

Dieser gibt mit seiner Farm to Fork- und der Biodiversitätsstrategie Schlüsselaktionen in Bezug auf Pflanzenschutzmittel vor, die bis zum Jahr 2030 umgesetzt werden sollen:

  • Reduktion des Einsatzes und des Risikos von chemischen Pflanzenschutzmitteln um 50%
  • Reduktion des Einsatzes gefährlicherer Pestizide um 50%
  • Ausweitung der ökologischen Anbaufläche in der EU mit dem Ziel, 25 % der gesamten Anbaufläche ökologisch zu bewirtschaften

Damit diese Ziele erreicht werden können, müssen innovative Produkte wie biologische Pflanzenschutzmittel oder Biostimulanzien schneller auf den Markt kommen können.
Dazu braucht es allerdings ein verändertes Regulierungssystem.

Prof. Dr. Ralf-Udo Ehlers (e-nema GmbH) fügt hinzu:
„Wir erleben momentan, dass immer häufiger sicheren biologischen Pflanzenschutzmitteln die Zulassung verweigert wird, nicht weil sie ein Risiko darstellen, sondern weil das bestehende Zulassungssystem, das für chemische Mittel entwickelt wurde, für die Bewertung biologischer Pflanzenschutzmittel ungeeignet ist. Wir benötigen dringend angepasste Zulassungsverfahren, die für alle in der Landwirtschaft eingesetzten Mikroorganismen gelten.“  

In diesem Zusammenhang hat die Zukunftskommission folgende Empfehlung abgegeben:

„ Low-Risk- und biologische Pflanzenschutzmittel sowie mineralische Naturstoffe sollten Pflanzenschutzverfahren mit höheren Risiken für Natur, Umwelt und Gesundheit komplementieren und perspektivisch ersetzen.
Um die Markteinführung berechenbar zu gestalten und zu beschleunigen, braucht es adäquate oder angemessene, europäisch harmonisierte Risikobewertungs- und Zulassungskriterien für diese Produktsegment“
(Abschlussbericht Seite 137)

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