Nützliche Nematoden
MAISWURZELBOHRER MIT NEMATODEN BEKÄMPFEN
Der Maiswurzelbohrer wurde 1992 aus Nordamerika eingeschleppt und breitet sich seitdem unaufhaltsam in Europa aus. In den USA verursacht er jährlich Schäden in Milliardenhöhe. Diese entstehen einerseits durch den Fraß der Larven an den Wurzeln und andererseits durch den Fraß der Käfer an den Narbenfäden. Die Folge: verminderte Erträge.
Das Nematodenprodukt dianem® kann effektiv zur nachhaltigen Bekämpfung des Maiswurzelbohrers eingesetzt werden.
WAS IST DIANEM®?
dianem® enthält entomopathogene Nematoden der Art Heterorhabditis bacteriophora. Dieser Nematode ist ein natürlicher Feind des Maiswurzelbohrers (Diabrotica virgifera).
Entomopathogene Nematoden benötigen in Deutschland, Frankreich und vielen anderen EU-Ländern keine Zulassung und sind in Ungarn und Östereich (Pfl.Reg.Nr.3318) als Pflanzenschutzmittel zugelassen.
Produktinformationen
WIE GUT WIRKT DIANEM®?
Die Wirkungsgrade sind nachweislich höher oder gleichwertig mit chemischen Insektiziden. Langjährige Versuche und Praxiserfahrungen zeigen eine Wirkung von 60-80% durch die Anwendung von nützlichen Nematoden.
Nach Nematoden-Einsatz (dianem®) auf Saat- und Körnermaisflächen 2021 waren 4-mal (KW 34) bis 15mal (KW 33) weniger Käfer auf den Flächen als ohne Nematodenbehandlung.
Insgesamt wurden die Käferzahlen im Saat- und Körnermais dadurch um das 3,5-fache gesenkt.
In 16 Feldversuchen in Österreich (AGES) und Ungarn (CABI) wurden über einen Zeitraum von 2009 bis 2018 die Zahlen der Maiswurzelbohrer im Mittelwert um 68% reduziert.
Anhaltende Wirkung
Nach der Ausbringung gehen die insektenpathogenen Nematoden aktiv auf die Suche nach Larven und Puppen des Maiswurzelbohrers und dringen in diese ein. Im Schädling entlassen sie Bakterien, welche die Insekten innerhalb von ein bis zwei Tagen abtöten. Die Nematoden ernähren sich vom Schädlingskadaver und vermehren sich. Die neuen Nematoden verlassen den Kadaver und gehen auf die Suche nach weiteren Schädlingen.
Durch diese fortlaufende Vermehrung und sich aufbauende Nematodenpopulation wird eine anhaltende Wirkung in der Erde erzielt.
WANN KANN DIANEM® EINGESETZT WERDEN?
Eine Applikation von dianem® ist von der Aussaat des Maises bis ca. Ende Juni möglich.
WIE WIRD DIANEM® AUSGEBRACHT?
Die höchsten Wirkungsgrade werden durch die Applikation im Cultan-/Injektionsverfahren erzielt. Aber auch eine Ausbringung mit der Feldspritze am besten in der Bandspritzung ist möglich. Dafür ist jedoch einer höhre Aufwand- und Wassermenge erforderlich.
Kontaktieren Sie uns hierzu gerne.
Eine Ausbringung ist bereits mit der Maisaussaat in ca. 10 cm Tiefe möglich, bei trockenem Wetter sorgt das für einen guten Kapillaritätsanschluss und somit für ein besseres Überleben den nützlichen Nematoden.
Die Aufwandmenge beträgt 1 Milliarde Nematoden pro Hektar. Diese werden mit ca. 200 Liter Wasser ausgebracht.
Prinzipiell ist jede Cultan-/Injektionstechnik zur Ausbringung der nützlichen Nematoden geeignet.
Idealer Anwendungszeitraum für dianem® ist ab der Aussaat bis Ende Juni
Video: Ausbringung von dianem® im Injektionsverfahren
In diesem Video haben wir die Ausbringung von dianem® mittles des Liquiliser Injektionsgerät der Firma Duport begleitet.
Der große Vorteil der Applikation im Injektionsverfahren ist, dass die Nematoden direkt an die Pflanzenwurzeln gebracht werden, wo die schädlichen Larven sitzen.