Beerenobst

SCHÄDLINGE IM PROFESSIONELLEN BEEREN-ANBAU BEKÄMPFEN

Sie sind Öko-Beerenanbauer oder wollen als integrierter Betrieb ein optimales Resistenzmanagement anwenden und Rückstände in Ihren Früchten minimieren? Dann sind Sie bei uns richtig! Wir bieten Ihnen optimale Alternativen zu herkömmlichen chemischen Pflanzenschutzmitteln an.

Unser Experte: Ulrich Tiemann

Ich berate Sie gerne über die biologische Schädlingsbekämpfung im Beerenobst.

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Rüsselkäfer im Beerenobst bekämpfen

Rüsselkäferlarven, wie die der Dickmaulrüssler (Otiorhynchus sulcatus) oder der Erdbeerwurzelrüssler (Otiorhynchus ovatus) sind bedeutende Schädlinge im professionellen Beerenobstanbau. Vor allem Blaubeer-, Himbeer- und Erdbeerkulturen werden oft von ihnen befallen. Die Larven der Käfer fressen an den Wurzeln der Pflanzen, wodurch diese verkümmern oder absterben.

Die Larven der Rüsselkäfer sind besonders anfällig für Nematoden der Gattung Heterohabditis. Die Nematoden werden mit Wasser gemischt und in den Boden eingebracht. Dort suchen die Nematoden aktiv nach Käferlarven und dringen in diese ein. Dort sondern sie ein symbiotisches Bakterium ab, welches die Larven abtötet und vermehrt sich in ihnen. Sind die Larven aufgezehert suchen sich die Nematoden neue Larven. Dieser Vorgang wiederholt sich solange, bis alle Larven bekämpft sind. Unsere Produkte nematop® und nemamax® basieren auf dieser Nematoden-Gattung und eignen sich sehr gut zur Bekämpfung von Rüsselkäferlarven im Beerenobst-Anbau.

nemamax® enthält die kälteresistente Nematodenart Heterohabditis downsei und ist bereits wirksam, wenn die Bodentemperaturen am Tag bei 8 °C  liegen. Kühlere Nachttemperaturen schaden den Nematoden nicht, sie sind dann nur inaktiv. Bekämpft werden die Larven und Puppen des Dickmaulrüsslers, möglich ist die Anwendung im frühen Frühjahr und im späten Herbst.

nematop® enthält Nematoden der Art Heterohabditis bacteriophora und ist wirksam, sobald die Bodentemperaturen am Tag über 12 °C  liegen. Auch hier werden die Larven und Puppen des Dickmaulrüsslers Bekämpft. Möglich ist die Anwendung von Anfang April bis Ende Mai sowie von August bis Anfang Oktober.

Ausbringung von nematop® und nemamax®

Die Ausbringung kann über Bodenapplikation, Pflanzenschutzspritze oder Tröpfchenbewässerung/Tropfschläuche erfolgen.
Die Aufwandmenge beträgt im Boden 500.000 Nematoden pro Quadratmeter, bei Containerkulturen 5.000 - 10.000 Nematoden pro Liter Substrat.

Welche Schädlinge können mit nematop® und nemamax® bekämpft werden?

  • Dickmaulrüssler
  • Grauer Lappenrüssler
  • Erdbeerwurzelrüssler
  • Grünrüssler
  • Rotbeiniger Dickmaulrüssler
  • Gartenlaubkäfer
  • Engerlinge

 

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Thripse im Erdbeeranbau bekämpfen

Vor allem beim Anbau von Erdbeeren in Gewächshäusern oder unter Folientunneln können Thripse (Frankliniella occidentalis) ein lästiger Schädling sein. Ein direkter Schaden entsteht durch die Saugtätigkeit und dadurch hervorgerufene Verformungen und ein indirekter Schaden durch die Verbreitung von Viren.

Zur Verpuppung wandern 95 % des vorletzten Nymphenstadiums (allgemein als Präpuppe bezeichnet) in 1,5 - 2 cm Bodentiefe. Die Anwesenheit oberirdisch aktiver räuberischer Nützlinge erhöht den Anteil der in den Boden wandernden Präpuppen. Thripse verbringen 1/3 ihrer Entwicklung im Boden.

Hier kommen auch die Nematoden zum Einsatz. Ausgebracht werden 125.000 - 250.000 Nematoden pro m² mit mindestens 100 ml Wasser. Die Applikation erfolgt mittels Tröpfchenbewässerung oder mit einer Blattapplikation ohne Netzmittel, sodass die Tropfen von den Blättern abrollen können. Die Nematoden befallen die im Boden vorhanden Thripse, vermehren sich aber kaum in diesen, weshalb diese Anwendung alle 10 Tage wiederholt werden muss, weil ständig neue Thripse in den Boden abwandern.

Welche Stadien der Thripse können bekämpft werden?

Die beste Wirkung wird gegen die Stadien Pre-Puppe und Puppe erzielt.

Mittel gegen Thripse

nemaflor® enthält Nematoden der Art Steinernema feltiae zur biologischen Bekämpfung von Pre-Puppen und Puppen des Blütenthrips. Die Gel-Formulierung verhindert, dass nach dem Spritzen Reste des Mittels auf Blüten und Erdbeeren verbleiben.

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